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25. September 2026

Über Grenzen hinweg zueinanderfinden

Wo auch immer auf der Welt Sie Mitglied eines Richard-Wagner-Ortsverbandes sind: Sie gehören zu einer internationalen Gemeinschaft von 125 Ortsverbänden mit insgesamt rund 15.000 Mitgliedern. Jeder von Ihnen bringt eigene Kenntnisse, Erfahrungen, Ideen und Begeisterung mit. Gerade diese Vielfalt macht den RWVI so besonders.

Vielleicht kennen Sie die Aktivitäten Ihres eigenen Ortsverbandes gut, wissen aber viel weniger darüber, was in anderen Teilen der Welt entwickelt wird. So geht es vielen von uns. Wertvolle Initiativen bleiben dadurch häufig auf die eigene Stadt, Region oder das eigene Land beschränkt. Das ist schade, denn eine Idee, die an einem Ort entsteht, kann Sie dazu inspirieren, auch in Ihrem eigenen Ortsverband etwas Neues auf den Weg zu bringen.

Deshalb ist mir dieser Newsletter wichtig. Nicht als Schaufenster des internationalen Vorstands oder als Aufzählung von Aktivitäten, sondern als internationale Plattform für Geschichten, Initiativen und Erfahrungen. Ein Ort, an dem Sie andere Ortsverbände und Mitglieder kennenlernen, erfahren, was sie bewegt, und vielleicht neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit entdecken.

Als internationaler Dachverband wollen wir Verbindungen schaffen, Entwicklungen fördern und Orientierung geben. Dabei blicken wir nicht nur zurück, sondern geben auch jungen Menschen, neuen Perspektiven und anderen Formen der Begegnung Raum. Die Gründung der Bayreuth Fellows ist dafür ein wichtiges Beispiel: eine neue internationale Gemeinschaft, die Stipendiatinnen und Stipendiaten auch nach ihrer Stipendiatenwoche in Bayreuth miteinander und mit dem RWVI verbunden hält.

Ich hoffe, dass dieser Newsletter Sie nicht nur informiert, sondern auch neugierig macht und inspiriert. Vielleicht möchten Sie eine besondere Initiative Ihres eigenen Ortsverbandes mit uns teilen, auf eine Geschichte reagieren oder Kontakt zu jemandem aufnehmen, dem Sie in diesem Newsletter begegnen. Denn je besser wir einander kennen, desto stärker und lebendiger wird unsere internationale Gemeinschaft.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Harry Leutscher

Präsident RWVI e.V.

Nach Bayreuth fängt es erst an

Bayreuth Fellows schafft ein dauerhaftes internationales Netzwerk für ehemalige und zukünftige Stipendiatinnen und Stipendiaten

Jedes Jahr kommen junge Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturschaffende aus verschiedenen Ländern zur Stipendiatenwoche nach Bayreuth. Sie besuchen Opern, lernen das Festspielhaus kennen, entdecken die Stadt Bayreuth und treffen Stipendiatinnen und Stipendiaten aus anderen Ländern und Disziplinen. Für viele entstehen dort künstlerische Kontakte und Freundschaften, die noch lange nachwirken. Eine feste internationale Struktur, um diese Verbindung auch nach der Stipendiatenwoche fortzusetzen, gab es jedoch bislang nicht.

Bayreuth Fellows ändert das. Der neue Verein – im Grunde eine internationale Community – verbindet ehemalige und zukünftige Stipendiatinnen und Stipendiaten dauerhaft miteinander, mit Bayreuth und mit dem weltweiten Netzwerk des Richard-Wagner-Verband International. Gleichzeitig unterstützt er seine Mitglieder gezielt bei ihrer weiteren beruflichen Entwicklung.

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Als der Wald zu klingen begann

Musik, Geschichte und internationale Begegnung bei einem besonderen Abend auf Schloss Fantaisie

Am 21. August 2026 gingen die Gäste um halb zehn Uhr abends in den Park von Schloss Fantaisie. Zwischen den Bäumen erklang "Blechmusik": Das junge Ensemble Saaser Blech begann ein Überraschungskonzert, das die Umgebung für einen Moment in einen Konzertsaal verwandelte. Es war einer der besonderen Momente eines Abends, an dem Musik, Geschichte, Natur und internationale Begegnung zusammenkamen.

Mit Musik im Wald würdigte der Richard-Wagner-Verband International das 150-jährige Bestehen der Bayreuther Festspiele. Das Programm verband die Geschichte Wagners rund um Fantaisie mit Musik und der besonderen Umgebung des Schlossparks.

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Ein kleiner Ortsverband mit großen Ambitionen

Mit Tannhäuser goes Ammersee zeigte der Richard-Wagner-Ortsverband Ammersee in diesem Sommer, wozu ein kleiner Ortsverband imstande ist. Die Vorsitzende Arabella Hellmann erzählt, wie sich eine mutige Idee zu einer professionellen Opernproduktion und zugleich zu einem Projekt für die gesamte Gemeinschaft entwickelte.

Warum Wagner immer nur anschauen und anhören, wenn man sein Werk auch selbst auf die Bühne bringen kann? Aus diesem Gedanken heraus realisierte der Richard-Wagner-Ortsverband Ammersee 2022 seine erste eigene Produktion: Der fliegende Holländer, aufgeführt direkt am Ufer des Ammersees.

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Mit den Walküren fliegen

Vier Fragen an die Flötistin und Komponistin Nikka Gershman, neues Mitglied der Wagner Society of New York

Nikka Gershman studiert an der Juilliard School in New York, wo sie als jüngste Studentin aller Zeiten ein Kovner Fellowship erhielt. Sie ist Gründerin der Music Society of the Future und engagiert sich als Interpretin und Komponistin für neues Repertoire für die Flöte. Ihre Kompositionen und Arrangements werden von der Theodore Presser Company verlegt.

1 | Warum bist du Mitglied deines Ortsverbands geworden?

Im vergangenen Frühjahr belegte ich an der Juilliard School den Kurs The Ring and Its Influence von Dr. Wayne Oquin. Jede Woche beschäftigten wir uns mit einem Akt des Ring. Bei Die Walküre war ich vom zweiten Akt so ergriffen, dass ich unmöglich eine Woche auf den dritten warten konnte. Als ich ihn zum ersten Mal hörte, war ich völlig überwältigt. Es war die schönste Musik, die ich je gehört hatte.

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Das Goldene W ist eine Auszeichnung, die an jemanden verliehen werden kann, der mindestens zehn Jahre lang den Vorsitz eines Richard-Wagner-Ortsverbands innehat. In dieser festen Rubrik lernen wir die Menschen hinter der Anstecknadel kennen und erfahren, was sie über all die Jahre inspiriert und motiviert hat.

Glauben, dass das Unmögliche möglich ist

John Mastrogiovanni engagiert sich seit mehr als dreißig Jahren für seinen Wagner-Verband. Als Vorsitzender hält er nicht nur Traditionen lebendig, sondern möchte vor allem anderen Menschen die Kraft von Richard Wagners Werk nahebringen.

Manche Vorsitzende streben dieses Amt ganz bewusst an. Bei John Mastrogiovanni war es anders. Als er 1992 Mitglied der Wagner Society of Southern California (WSSC) wurde, begann er nahezu sofort, den damaligen Vorsitzenden zu unterstützen. Als dessen Gesundheit nachließ, übernahm John immer mehr Verantwortung. Sein Vorgänger erkannte nicht nur Johns Verbundenheit mit Richard Wagner, sondern auch sein Engagement für die Zukunft des Verbands. 2009 begann er, John Schritt für Schritt auf den Vorsitz vorzubereiten. Im Mai 2010 übernahm John offiziell die Leitung.

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Leipzig, Dresden und Graupa

In der festen Rubrik Travel stellt der RWVI Reisen vor, die Begegnung, internationale Verbundenheit und ein gemeinsames Wagner-Erlebnis ermöglichen. Die erste Reise führt vom 20. bis 24. Mai 2027 nach Leipzig, Dresden und Graupa. Zum Programm gehören unter anderem Tristan und Isolde und Der fliegende Holländer in der Oper Leipzig, ein Besuch der Semperoper und eine besondere Begegnung mit Wagners Leben und Werk an seinem Geburtstag.

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